Gnostische Schriften

Gnostische Schriften aus Nag Hammadi –
zur Erläuterung bezüglich der Madonna im Denkmal

Wenn du ihnen nun in ihre Gewalt kommst, so wird einer von ihnen, der ihr Wächter ist, zu dir sagen: , (15) Wer bist du und woher stammst du?` Du sollst zu ihm sagen:, Ich bin ein Sohn, und ich stamme vom Vater.` Er wird zu dir sagen: ,Was für eine Art Sohn bist du, und (20) von welchem Vater stammst du?` Und du sollst ihm sagen: ,Ich stamme von dem prä[existenten] Vater, und ich bin ein Sohn des Präexistenten.` [Wenn er sagt] (25) zu dir: , […].`, sollst du [zu ihm sagen]: ,in dem […] […] damit […] (30) […] ( 34.1) [..] fremder Dinge (oder: der Fremden)?` Du sollst zu ihm sagen:  Sie sind nicht gänzlich fremd, sondern sie stammen von Achamoth, welche weiblich ist. Und diese (5) hat sie geschaffen, als sie dieses Geschlecht vom Präexistenten herabbrachte. So sind sie nun keine Fremden, sondern sie sind Unsrige. Sie sind zwar Unsrige, denn die, die (10) ihre Herrin ist, stammt von dem Präexistenten. Aber sie sind Fremde, und zwar deshalb, weil der Präexistente keine Gemeinschaft mit ihr hatte, als sie damals in Angriff nahm, (15) sie zu schaffen.` Wenn er ferner zu dir sagen wird: ,Wohin willst du gehen?`, so sollst du antworten: ,Zu dem Ort, von dem ich gekommen bin, werde ich zurückkehren.` Wenn du aber diese Dinge sagst, wirst du (20) ihren Angriffen entkommen.

Wenn du aber in die Gewalt [dieser] drei Ergreifer gelangst, [welche] Seelen auf diebische Weise wegnehmen an jenem Ort, […] (25) diese. Du […] ein Gefäß […] mehr als […] ( 35.1) […] von der, die eure […]. Denn […] […] ihre Wurzel. ,Ihr, eurerseits werdet (5) nüchtern sein […]. Aber ich werde [empor]rufen zu der unzerstörbaren Erkenntnis, welche Sophia ist, die im Vater ist (und) die die Mutter von Achamoth ist. (10) Achamoth aber hatte weder einen Vater noch einen männlichen Paargenossen, sondern sie ist weiblich aus dem Weiblichen. Sie brachte euch hervor ohne männliche (Hilfe), da sie allein war (15) (und) in Unwissenheit in Bezug auf die Dinge, [die leben durch] ihre Mutter, denn sie dachte, daß sie allein existierte. Ich [aber] werde zu ihrer Mutter einen Schrei ausstoßen.`

( 36.1) der [Präexistente]. [Sie sind] [ein] Urbild [der] zwölf Jünger und [der] zwölf Paargenossen. […] (5) Achamoth, d.h. übersetzt ,Sophia`. Mich aber, wer ich bin, (wer) die unvergängliche Sophia (ist), durch die du gerettet werden wirst, (10) und (wer) alle die Söhne dessen, der ist, (sind) — diese Dinge haben sie erkannt und in sich verborgen.

Aus: DIE ERSTE APOKALYPSE DES JAKOBUS. Gnostische Schriften aus Nag Hammadi (N.H.)

Hier haben wir auch die Wurzel warum sich Freimaurer, Söhne der Witwe nennen. Und, die Unterscheidung zwischen Sophia, der himmlischen Weisheit und Achamoth, der Göttin der Erde (Wissen) ist auch eindeutig durch diesen Text belegt.
Es existiert noch ein Bild für die Entstehung der Achamoth. Isis-Sophia stellte vor sich einen Spiegel auf. Aus diesem Spiegel trat Achamoth hervor. Sie ist also ein Abbild der Sophia, geht aber in die Erde ein und wirkt in dieser entsprechend ihrer Geistigkeit.
In der ägyptischen Mythologie wird Achamoth – Nephthys und Sofia – Isis genannt.